TOUR l0

GROSSES BRUCH" UND „HEESEBERG" - NATUR PUR ?

Tour 10

Eine längere Tagestour durch den Südosten des Landkreises. Ziele sind die durchaus reizvolle Niederung des „Großen Bruch" und der sowohl botanisch als auch wegen seiner Aussicht interessante „Heeseberg" bei Jerxheim.

Länge der Tour: ca. 90 km
Voraussetzungen: auf Grund der Streckenlänge und der Steigung zum Heeseberg mindestens ein Rad mit 5-Gang-Schal­tung und etwas Ausdauer...
empfohlene Karten: Radwanderkarten 1:75000: RC 3926 Braunschweig und RC 3930 Helmstedt

Wir fahren auf dem Radweg an der ehemaligen B 4 über Halchter und Oh­rum nach Dorstadt, biegen dort nach links in die Alte Dorfstr. ein, verlassen den Ort über die Warne und biegen vor der Oker rechts in einen Feldweg ein. Diesem folgen wir, biegen nach einem Rechtsknick gleich nach links ab und fahren so, bis nach Börßum, das letzte Stück wieder an der Oker entlang. Auf die Straße Heiningen - Börßum biegen wir nach links ein, überqueren die Oker und den Bahnübergang halten uns rechts in die Straße Am Wasser­werk und gleich wieder rechts in die Bahnhofstr., die uns zum ehemals bedeutsamen und sehr schönen Bahnhof Börßum führt. Gegenüber dem Bahnhof überqueren wir die Kanal-Ilse, fahren nach links und bei der Poststr. rechts. An der nächsten Gabelung geht es links den asphaltierten Weg hinauf. Oben angekommen, halten wir uns rechts und am nächsten Abzweig gleich wieder nach links. Über eine kleine Anhöhe hinweg, hinter der wir erneut nach rechts abbiegen, geht es nun nach Achim.

In Achim fahren wir zunächst über die erste Brücke nach links und direkt an­schließend auf der Kirchstr. nach rechts in den Ort hinein. Bei Erreichen der Hauptstr. wenden wir uns nach links und folgen dieser bis zur nächsten Linkskurve, wo wir jedoch geradeaus auf der Straße nach Kalme weiter­fahren. Hier bieten sich uns nun zwei Wegalternativen an:
- wer über breitere Bereifung an seinem Fahrrad verfügt, dem sei empfohlen nun den nächsten Feldweg nach rechts hineinzufahren und so entlang der ehemaligen Achimer Mühle und einem idyllisch gelegenen Teich durch die Feldmark zunächst die Straße Kalme - Seinstedt zu erreichen; diese über­queren wir nach schräg links und setzen die Fahrt auf dem dort beginnen­den Feldweg fort.
- wer sich und sein Fahrrad für weniger „geländetauglich" hält, fährt zunächst auf der o.g. Straße in Richtung Kalme weiter, biegt jedoch an der nächsten Wegkreuzung nach rechts in Richtung Seinstedt/Hedeper ab. Nun geht es leicht bergan und den ersten Feldweg nach dem (Links-)Abzweig der Stra­ße nach Hedeper nach links hinein. Wenn wir an dieser Stelle einen Blick über unsere Schultern nach hinten werfen, so erkennen wir auf der anderen Straßenseite die Einmündung der o.g. Alternativstrecke, die hier wieder an unseren Weg anknüpft. Wir setzen unsere Fahrt auf diesem Feldweg in Richtung Hedeper fort und er­blicken als erstes weithin sichtbar auf einer Anhöhe die Windmühle des Ortes.

Hierbei handelt es sich um einen erst im Jahre 1900 erbauten Erdholländer, ausgeführt als massiver Ziegelsteinbau, der allerdings an dieser Stelle schon einen oder mehrere Vorläufer gehabt hat. Heute präsentiert sich die Mühle von außen als restauriert, enthält aber nach einem Umbau zur „Wohnmühle" nur noch Überreste der ehemals vorhandenen Mühlentechnik.

Am Ortseingang von Hedeper mündet unser Feldweg in die Lange Str. ein, die wir bis zum Erreichen der B82 (Schöppenstedt - Hornburg) befahren. Hier wen­den wir uns nach rechts, biegen jedoch nach ca. 200m in die zweite nach links abgehende Straße (Zum Fischteich) ein. Die Verlängerung dieser Straße führt uns geradeaus auf einem Feldweg in das Urstromtal des „Großen Bruch", wo wir uns nach Erreichen der Niederung nach links halten.

Das „Große Bruch", eine Niederung in west-östlicher Richtung von etwa 50 km Länge (von Hornburg bis Oschersleben) und bis zu 3 km Breite, war ursprüng­lich ein großes Sumpfgebiet. Durch Entwässerung und Flurbereinigung in den 50er Jahren diesseits der ehemaligen Grenze zur DDR ist den zahlreichen landwirtschaftlichen Betrieben in den angrenzenden Dörfern zwar neues Ackerland erwachsen, von der früheren Flora und Fauna des Sumpfgebietes blieben dabei jedoch nur Überreste erhalten. Dieselbe Entwicklung setzte nach der Grenzöffnung auch im jenseits der ehemaligen Grenze gelegenen Teil dieses Gebietes ein. Lediglich im Bereich östlich von Jerxheim, insbesondere im Landkreis Oschersleben, wurde sie durch das Eingreifen der dortigen Naturschutzbehörden gestoppt und das „Bruch" weitgehend als solches er­halten. Vielleicht werden uns dort dann auch weiterhin Fischreiher, Weiß­störche, seltene Libellenarten und vieles mehr begegnen.

Wir fahren nun in östlicher Richtung, begleitet vom linksseitig fließenden Neuen Graben und ereichen nach ca. 5 km bei Mattierzoll die B79 (Wolfenbüttel - Halberstadt). Nach Überqueren der Straße fahren wir auf dem dortigen Rad­weg nach rechts zum Informationspunkt „Ehemalige Grenze zur DDR". Direkt davor zweigt nach links ein asphaltierter Feldweg, dem wir weiter durch das "Bruch" folgen. Nach weiteren b km Fahrt durch die Feld- und Wiesen­landschaft geht es kurz vor dem Übergang des asphaltierten Weges in eine geschotterte Fahrspur nach links über eine Brücke über den sog. Schiffgra­ben-Ost hinweg. Kurz hinter der Brücke biegen wir nach rechts in einen weiteren asphaltierten Feldweg ein, der uns bis nach Beierstedt führt. Wir fahren jedoch nicht in den Ort hinein, sondern biegen direkt vor der ehemaligen Bahntrasse nach rechts auf einen Feldweg ein, der an seinem scheinba­ren Ende über einen kleinen Holzsteg hinweg führt. Danach halten wir uns rechts. Nach einem leichten Linksschwenk des Weges erreichen wir nach kur­zer Zeit die Straße Bahnhof Jerxheim - Dedeleben. Diese überqueren wir ge­radeaus und folgen dem Feldweg noch ca. 2 km. An einem linker Hand ste­henden Gedenkstein des „Wasser- und Bodenverbandes Großes Bruch" bie­gen wir nach links ab und erreichen nach Unterquerung der Bahngleise (Bahnlinie WF-Schöppenstedt-Jerxheim-Helmstedt - noch gibt es sie...) in einem lang gezogenen Anstieg Jerxheim.

Am Friedhof von Jerxheim vorbei biegen wir nach ca. 500m nach links in die Wallstr. hinein. Entlang der Mauern der Jerxheimer Domäne erreichen wir eine Hauptstraße (B244), die wir geradeaus überqueren, um dann nach rechts zum eigentlichen Ziel unserer Tour, dem Heeseberg abzubiegen. Eine lang gezogene Steigung führt uns hinauf. Wir werden dafür jedoch, oben ange­kommen und nach Besteigen des dortigen Aussichtsturmes, mit einem wun­derschönen Ausblick in alle Himmelsrichtungen entschädigt. Im Süden breiten sich das Große Bruch, der Huy und der Harz vor uns aus, im Norden ist der Elm zu erkennen.

Auch botanisch ist der Heeseberg interessant. Auf Grund der Bodenver­hältnisse wachsen hier, insbesondere an den auf den ersten Blick fast kahlen und nur mit Gras und Buschwerk bewachsenen Hängen, viele in unserer Kul­turlandschaft selten gewordene Pflanzen. Den Kamm des Heeseberges bildet eine bewaldete Rogensteinzone mit zahlreichen (stillgelegten) Steinbrüchen. Auch hier lohnt sich für den pflanzenkundlich interessierten ein Verweilen.

Wir verlassen den Heeseberg am Aussichtsturm vorbei in Richtung des im Westen gelegenen Parkplatzes (Achtung: zum Parkplatz hinab führen Trep­penstufen, hier ist ein Schultern des Fahrrades notwendig!). Wir folgen der vom Parkplatz sehr steil bergab führenden Straße, biegen unten angekommen nach links und gleich anschließend wieder nach rechts auf die Straße nach Ingeleben ein.

Bevor wir nach Ingeleben fahren, hier noch ein Tipp für kulturgeschichtlich in­teressierte:
Wer an dieser Straßenkreuzung geradeaus nach Westen weiterfährt, erreicht nach einer ca. 2 km langen Abfahrt den Ort Watenstedt. Hier befindet sich das „Heeseberg-Museum" mit vielen Informationen zur Geschichte des Gebietes. Aber Achtung: zur Fortsetzung der Tour müssen Museumsbesucher die o.g. Abfahrt wieder hinauf, um nach Ingeleben zu gelangen.

In Ingeleben geht es direkt hinter dem Ortsschild nach links in den Vensleber Weg und an dessen Ende nach rechts in eine Sackgasse hinein, die in einen asphaltierten Feldweg mündet. Nach ca. 2 km wird der Feldweg schlechter und wir folgen diesem in eine Linkskurve hinein, um kurz darauf nach rechts auf einen sich anschließenden befestigten Feldweg einzubiegen. Dieser führt uns hinab zur Straße Barnstorf - Warte, in die wir nach rechts einfahren. Am Orts­eingang von Warte biegen wir nach links ab und fahren auf dieser Straße

nach Watzum. In Watzum an der ersten Wegkreuzung nach rechts auf die nach Schliestedt führende Straße. Hinter dem Ortsausgang von Watzum in der ersten scharfen Rechtskurve auf den geradeaus führenden Feldweg, der uns nach Schöppenstedt bringt.

Ca. 100m vor dem Bahnübergang am Bahnhof Schöppenstedt fahren wir in die Straße Hinter der Bahn nach links hinein, überqueren nach einem leichten Rechtsschwenk des Weges die Straße Groß Vahlberg - Schöppenstedt und fahren entlang der Klärteiche der ehemaligen Zuckerfabrik und der Altenau bis zum Gasthaus „Kuckucksmühle". Nun setzen wir unsere Fahrt nach rechts über die Altenau und die Bahnschienen fort. Am Ortsrand von Bansleben wenden wir uns nach links und erreichen über einen zunächst befestigten Weg und später in rechts-links-Wegführung über den vor uns liegenden Hügel einen geradeaus weiterführenden Feldweg, der uns nach Weferlingen führt. Wir durchqueren den Ort geradeaus über die Hauptstraße des Ortes hinweg und erreichen nach ca. 2 km die Straße Mönchevahlberg - Dettum.

Auf dieser fahren wir ca. 200m nach links, um anschließend auf dem nach rechts abzweigenden Weg durch die Feldmark zum Filgensee zu gelangen. Vor diesem biegen wir nach links ab und kurz darauf nochmals nach links in einen Feldweg ein. Diesen befahren wir, bis er scheinbar endet und wir nach einer trampelpfadartigen Fortsetzung entlang einer Feldhecke einen über einen Bach führenden Holzsteg überqueren. Wir halten uns nach rechts und folgen dem sich anschließenden befestigten Weg ca. 2 km, um dann nach rechts über eine Brücke und an der nächsten Weggabelung wieder rechts Ahlum zu erreichen.

Hier fahren wir an der nächsten Kreuzung nach links in die Südstr. und errei­chen auf ihr den Adenemer Weg, auf den wir ebenfalls nach links einbiegen. Nach ca. 100m zweigt nach rechts die Straße Hinter dem Amtsgarten ab, auf der wir auf die durch Ahlum führende Wolfenbütteler Str. treffen. Diese überqueren wir nach schräg rechts in den Atzumer Weg. Auf dem sich an­schließenden Feldweg fahren wir geradeaus über die Straße Atzum - Wendessen hinweg und biegen in den nächsten Weg nach rechts ein. Nach ca. 500m fahren wir nach links auf einen geschotterten Feldweg, der uns wie­der zur Stadtgrenze von Wolfenbüttel führt. Über den dortigen Parkplatz geht es nach rechts und vor dem Rondell nach links den Grünzug hinunter, um das Regenrückhaltebecken mit Kinderspielplatz links herum und anschließend den nach links abzweigenden Weg zur Waldenburger Str. hinunter. Hier wenden wir uns nach rechts, fahren an der Kirche vorbei und überqueren die Elbinger Str. in den dort in einem Grünzug verlaufenden Fuß- und Radweg hinein. Diesem folgen wir in einer leichten Rechtskurve, überqueren an der Fußgängerampel die Jahnstr. und fahren über die sich anschließende Räu­bergasse hinab zum Neuen Weg. Hier endet nach ca. 90 km unsere Reise.

... zur Startseite Zum Seitenanfang Stand: 25.09.04 JHM