TOUR 5

ZWISCHEN ASSE UND OKERTAL - „LAND DER GEGENSÄTZE"

Eine kurze Tour, die uns im Südosten von Wolfenbüttel beispielhaft die Viel­fältigkeit des Vorharzgebietes verdeutlicht. Wir „klettern" auf den Kammweg der Asse, durchfahren die hügelige, aber größtenteils ausgeräumte Agrarland­schaft und sehen einen Teil des Okertales zwischen Asse und Oderwald, wel­ches aber ebenfalls seinen natürlichen Gegebenheiten weitestgehend beraubt wurde. Auch bei dieser Tour lohnt es sich, sie wegen der unterschiedlichen As­pekte der Vegetation zu verschiedenen Jahreszeiten zu fahren.

Länge der Tour: ca. 30 km
Voraussetzungen: wegen zweier Steigungen mindestens ein Rad mit 3­Gang-Schaltung und etwas Kondition; ansonsten kann es notwendig werden, jeweils ein kurzes Stück zu schieben
empfohlene Karten: Radwanderkarte 1:75000: RC 3926 Braunschweig

Unsere Tour beginnt am Jugendfreizeitzentrum am Harztorwall. Wir über­queren an der Fußgängerampel die Lange Str. in Richtung Wasserturm, fah­ren an diesem rechts vorbei und anschließend über die Oker. Hinter der Brücke biegen wir nach rechts auf den Okerwanderweg ein, der uns zu­nächst bis zur Lindenhalle führt. Dort fahren wir halbrechts hinunter, unter der Straßenbrücke hindurch und folgen dem Weg weiter bis zum Gutspark Linden. Geradeaus in diesen hinein und im Bogen nach links bis zu einem Durchlass in der Mauer. Jenseits der Mauer überqueren wir die Neindorfer Str. nach halbrechts in die Wiesenstr.; an deren Ende geht es nach links in die Straße In den schönen Morgen und an der nächsten Kreuzung nach rechts auf die Wendessener Str. Dieser folgen wir bis zur nächsten Kreuzung, um dort nach rechts auf den Radweg an der Halberstädter Str. einzubiegen; ca. 50m weiter überque­ren wir die Straße zum linksseitigen Radweg, der uns nach Wendessen führt.

An der Ampelkreuzung am Ortseingang halten wir uns rechts, durchqueren den Ort und wechseln hinter den Bahnschienen auf den linksseitigen Radweg an der Straße (B 79) nach Groß Denkte. Wenn wir den Ort erreicht haben, biegen wir an der ersten Einmündung nach halblinks in die Haupstr. ein (nicht nach links in die Straße nach Schöppen­stedt!). Nach ca. 1 km geht es nach rechts in den Bleierweg hinein, dem wir bergauf und am Sportplatz vorbei an den Waldrand der Asse folgen. Auf eineu befestigten Forstweg geht es bergan weiter in den Wald hinein. Im April empfängt uns schon hier die in diesem Buchen-Mischwald auf kalkhaltigem Boden reich ausgeprägte Flora der Frühblüher-Gesellschaften (u.a. mit Buschwindröschen, Gelbem Windröschen und Scharbockskraut).

Nachdem wir an einer Wegkreuzung die erste Anhöhe erreicht haben, halten wir uns halblinks. Diesem Weg folgen wir in einem großen Bogen und er­klimmen auf ihm anschließend den Kamm der Asse. Oben angekommen, biegen wir auf den Kammweg nach rechts ein, in dessen Verlauf wir ver­schiedene Aspekte „des Asse-Waldes" kennen lernen - auch im Herbst zur Zeit der Laubfärbung eine interessante Beobachtung. Allerdings dürfen wir bei all' den Eindrücken das Zählen nicht vergessen - das Zählen der nach rechts abgehenden Wege! Der 3. dieser Wege führt uns in einer leichten Abfahrt nach halbrechts wieder vom Kamm hinunter. An der fol­genden Kreuzung von 4 Wegen halten wir uns rechts. Nahe dem Waldrand geht es nun in Richtung Westen. Dabei lauert nach ca. 50m eine tückische Querrinne!

Nachdem wir diese überwunden haben führt uns dieser Weg zunächst weiter geradeaus und dann in einem Linksbogen auf die Bahnstrecke zum Schacht ASSE II (ehemalige Kali (=Salz) Grube) und damit auf die nächste "Falle" zu: der Übergang über die Schienen ist mit Vorsicht zu genießen! Genauso verhält es sich wohl mit dem Atommüll in der Schachtanlage (der trotz vielfacher früherer gegenteiliger Beteuerungen jetzt doch nicht mehr „rückholbar" ist), die wir jetzt auf einer leichten Abfahrt passieren. In den nächs­ten Jahren muss übrigens an eben erwähntem Bahnübergang mit einem "er­höhten Aufkommen" an Zügen gerechnet werden, da der Schacht wegen mangelnder Standsicherheit jetzt, verbunden mit hohem Kostenaufwand (ca. 250 Millionen DM), wieder mit Salz verfüllt werden muss.....

Am Ende der Abfahrt treffen wir auf die Straße Groß Vahlberg - Remlingen. Dieser folgen wir weiter „bergab", biegen an der nächsten Einmündung nach links und gleich darauf wieder nach rechts in den Ort Remlingen ein. Achtung: im Ort gilt überall rechts vor links! Wir überqueren die B79 in Rich­tung Klein Biewende, erreichen den Ort auf einer wenig befahrenen Neben­straße und durchqueren ihn, um nach Groß Biewende zu gelangen. An der Kreuzung vor dem Ort fahren wir geradeaus auf einen befestigten Wirt­schaftsweg, der uns in einigen Windungen nach Kissenbrück führt. An der Einmündung auf die Straße halten wir uns rechts...

Wer den Gutspark Hedwigsburg besuchen möchte, biegt in der nächsten Rechtskurve nach links ab und folgt dem geschotterten Weg bis zum Park. Wir bitten aber darum, den dort auch durch ein -Schild geäußerten Wunsch des Parkbesitzers zu respektieren - bitte im Park nicht Radfahren! Nach dem Parkbesuch fahren wir auf demselben Weg zur Straße zurück, bie­gen nach links auf diese ein...
...und fahren bis zur nächsten Kreuzung. Dort geht es nach links und im fol­genden Rechtsknick der Straße geradeaus. Diese führt uns auf einen Feldweg und an einen Bahnübergang. Nachdem wir diesen überquert haben, halten wir uns rechts zwischen den Bahnschienen und dem Zaun der Kläranlage entlang folgen diesem nach links und treffen auf die Zufahrt zur Kläranlage. Dort gibt es für uns nur eine Wahl - nach rechts an der Oker entlang. Diese be­gleiten wir an einem Stück, wo sie noch nicht vollständig „kanalisiert", also be­gradigt wurde und noch halbwegs in ihren natürlichen Bett fließen kann. An der Einmündung auf die Straße halten wir uns nach links und passieren rechter Hand die Hedwigsburger Mühle.

Schon vor 1200 stand an dieser Stelle die erste Wassermühle. Um 1825 brannte diese ab und wurde neu errichtet, 1862 wird diese „Fährmühle" als „Unterschlächtige" Wassermühle mit sechs Mahlgängen und einem Ölgang" re­gistriert. Nach diversen Umbauten (u.a. Einbau von zunächst einer, dann einer zweiten Turbine statt der Wasserräder) hatte die Mühle nach der letzten Erfas­sung der niedersächsischen Wind- und Wassermühlen Mitte der 60er Jahre eine Tageskapazität von 70t. Diese dürfte heute erheblich größer sein; aller­dings ohne Nutzung der Wasserkraft, obwohl die beiden Turbinen noch vor­handen und wohl reparabel sind.

An der Einmündung in die ehemalige B4 fahren wir nach rechts auf den Rad­weg und verlassen Ohrum in Richtung Halchter. Zwischen den Häusern des Bungenstedter Turms auf halbem Wege befindet sich eine Zufahrt zu der Turmwindmühle, die wir rechts der Straße sehen.

Diese wurde 1880 erbaut, nach der Stilllegung 1956 vom Eigentümer notdürftig, aber annähernd vollständig erhalten und zwischen 1982 und 1942 vom „För­derkreis zur Erhaltung der Mühle am Bungenstedter Turm" Schritt für Schritt wieder hergestellt. So präsentiert sie sich uns heute wieder als voll funktionsfä­hig und kann nach Absprache besichtigt werden. Am ersten September-Wo­chenende findet hier übrigens alljährlich ein „Mühlenfest" statt.

Wir fahren weiter nach Halchter und durchqueren den Ort auf einem Radweg, der bei der Neuverteilung des Straßenraumes nur als Rest übrig geblieben sein kann..... Am Ortsausgang geht es halbrechts hinauf zur Eisenbahnbrücke und anschließend geradeaus über die Einmündung zurück nach Wolfenbüt­tel.

... zur Startseite Zum Seitenanfang Stand: 25.09.04 JHM