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Wer kennt das nicht: gerade auf die Karte gesehen, sich orientiert, um die nächsten Kilometer zu fahren und nach wenigen hundert Metern kommen die ersten unerwarteten Einmündungen und man ist sich nicht mehr so sicher, wie es weiter geht. Das ist natürlich eine Frage der Übung, aber ein GPS-Gerät kann hier sehr hilfreich sein. Eine gut geplante Tour kann man mit Satellitenunterstützung ohne lästige Kartenpausen fahren und die Pausen lieber danach wählen, wo es am schönsten ist.

Allerdings leistet die Darstellung auf dem GPS-Gerät nicht die Übersicht wie eine Karte aus Papier und es kann passieren, dass man eine schöne Tour gefahren ist, aber nicht so genau weis, wo man eigentlich war. So gibt es Vor- und Nachteile und jeder muss selbst entscheiden.

Die GPS-geführte Tour kann nicht mit der Nutzung eines Auto-Navigationsgerätes verglichen werden. Denn viele Wege für Radfahrer sind auch wegen der sehr unterschiedlichen Qualität (noch) nicht für ein automatisches Routing geeignet. Daher können die Auto-Navigationsgeräte normalerweise nicht für die Fahrradtour genutzt werden.

Bevor man in ein GPS-Gerät investiert, sollte man die Verfahrensweise mal testen (es sei denn man ist sich schon ganz sicher). Sie können sich beispielsweise beim ADFC Wolfenbüttel ein Garmin Dakota 20 ausleihen. Nähere Informationen dazu finden Sie hier.

 

Weitere Informationen zum handling gibt es massenhaft im Netz, z. B. unter
http://www.geolife.de/geonauten/09-tipps-fahrradfahrer-neu.php

Bei den Geräten reicht finanziell die Bandbreite von 80 bis 600 Euro. Sie unterscheiden sich zum Beispiel darin, ob das Gerät eine Kartendarstellung bietet und ob diese farbig ist. Teure Geräte haben dann z. B. noch einen barometrischen Höhenmesser und einen Kompass. Bei neueren Geräten des oberen Preissegmentes erfolgt die Bedienung mit einem Touchscreen, zugunsten eines größeren Displays. Eine Alternative zu reinen Outdoor-GPS-Geräten sind PDA (personal digital assistent) oder Handys mit GPS-Empfänger. Sie sind aber wesentlich empfindlicher ggü. Stößen und Feuchtigkeit.
Eine sehr gute Übersicht gängiger GPS-Geräte gibt es hier:
http://www.geolife.de/geonauten/gps-beratung.php

Planung und Ausarbeitung von Touren für das GPS-Gerät

Zur Ausarbeitung von Routen und deren Darstellung auf dem GPS-Gerät benötigt man aber noch Kartenmaterial für das Gerät (sofern es Karten anzeigen kann) und Software zur Planung der Tour. Sowohl Garmin als auch Magellan, die wohl bedeutenden Geräte-Hersteller, bieten für ihre Geräte für ca. 70 bis 200 Euro topographische Karten (Deutschland) an. Die Nutzung dieser Karten ist recht einfach aber eben nicht billig.

Eine Alternative dazu ist die voranschreitende Kartendarstellung im Opensource-Projekt Openstreetmap (http://www.openstreetmap.de/). Dort erstellen GPS-Begeisterte eine für jeden (privaten) Nutzer kostenlos zugängliche digitale Karte. Jeder kann mitmachen! An den Daten wird zwar noch gearbeitet (das wird immer so sein…), aber Deutschland ist bereits gut erfasst. Mittlerweile gibt es auch eine spezielle Open Street Map für Fahrradfahrer http://www.opencyclemap.org/ bzw. für Mountainbiker http://openmtbmap.org/de/. Im Gegensatz zu den Karten der Hersteller ist es etwas schwieriger diese auf das GPS-Gerät zu bekommen.

Auf http://wiki.openstreetmap.org/wiki/DE:OSM_Map_On_Garmin wird beschrieben, wie individuell konzipierte OSM-Karten auf ein Garmin übertragen werden können, zum Beispiel mithilfe des OSM-Composers. Einfacher ist es, eine fertige topografische Karte Deutschlands auf der Basis von OSM für Garmin zu nutzen: http://www.christian-steimel.de/vektor-karte_von_deutschland.htm . Oder die Karte für Mountainbiker, die auch ganz normale Wege für Radfahrer beinhaltet: http://wiki.openstreetmap.org/index.php/User:Computerteddy.

Zur Planung und Erarbeitung von Touren sind die amtlichen topografischen Karten der Bundesländer (z. B. Niedersachsen/Bremen LGN TOP50, 49 Euro) sehr gut geeignet. Es gibt noch zahlreiche andere Anbieter: Fugawi, MagicMaps (s.a. http://www.adfc.de/2807_1).

gps geraet2Die kostenlose Alternative ist die insgesamt sehr empfehlenswerte Seite http://www.gpsies.de. Auf http://www.gpsies.de/createTrack.do können die Touren entweder auf der Basis der google earth oder der OSM-Karten geplant werden. Wesentlich komfortabler als mit Mapsource (Garmin, wo das auch geht) können Touren verändert, abgewandelt, oder verfeinert werden. Weitere Optionen der Trackplanung gibt es unter http://www.kowoma.de/gps/anwendung/TracksUndRouten.htm.
Fertige Touren aus dem Internet
Ein weiterer Vorzug der GPS-Geführten Touren/Tourenplanung ist die Möglichkeit, sich fertige Touren aus dem Internet zu laden. Diese können auf die eigenen Bedürfnisse angepasst oder abgewandelt werden.

Fertige Fahrradtouren können beispielsweise bei

Da die Touren auf verschiedenen Wegen erstellt werden können (bspw. Top50, Google Earth, Trackaufzeichnung), sind sie nicht in einem einheitlichen Format abgelegt. Es kann daher notwendig sein, sie zur weiteren Verwendung in ein passendes Dateiformat umzuwandeln. Auch hierfür bieten die GPSies einen guten Service: http://www.gpsies.com/upload.do?uploadMode=convert.

Ohne Computer und Internetanschluss geht bei der GPS-Nutzung eigentlich nichts. Je günstiger die eigene Lösung sein soll, desto mehr muss man bereit sein, am Rechner zu tüfteln und Zeit zu investieren (ca. 200 Euro für eine GPS). Wer es komfortabler haben möchte, ist mit knapp 400 Euro (zum Beispiel: GPS-Gerät Garmin etrex vista mit farbiger Kartendarstellung 200 Euro, Garmin Topo D v.2 120 Euro, Top 50 LGN 49 Euro) dabei.

Auch der ADFC Wolfenbüttel hat bereits eine kleine Auswahl an fertigen GPS-Touren zur Verfügung gestellt. Diese können Sie sich kostenlos aus unserem GPS-Archiv herunterladen.

Zusätzliche Informationen