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Wieder nur ein durchschnittliches Ergebnis beim Fahrradklimatest 2020

FKT 2020

Von September bis November 2020 konnten die Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer wieder über das Fahrradklima, also die Zufriedenheit mit der Radverkehrssituation in Wolfenbüttel, abstimmen. Es haben sich 358 Personen beteiligt. Das Ergebnis aller Rückmeldungen liegt im Schulnotensystem bei 3,7 und damit bei einer geringfügigen Verschlechterung um eine Zehntelnote gegenüber 2018. Das verwundert nicht, weil es in den letzten zwei Jahren kaum merkbare Verbesserungen für den Radverkehr in Wolfenbüttel gegeben hat.

Die schlechtesten Werte sind

4,8 Breite der Wege für Radfahrer/innen
4,7 Falschparkerkontrolle auf Radwegen
4,6 Fahrradmitnahme im öPNV
4,6 Öffentliche Fahrräder (Verleih)

Die besten Werte sind

2,1 Erreichbarkeit des Stadtzentrums
2,2 In Gegenrichtung geöffnete Einbahnstraßen
2,3 Zügiges Radfahren
2,6 Wegweisung für Radfahrer

Die meisten Verschlechterungen (0,1 bis 0,2) betreffen das Sicherheitsempfinden der Fahrradfahrenden. Die Bewertung, die mit 0,4 am deutlichsten nach unten ging, ist die Breite der Radwege. Diese sind zwar nicht schmaler geworden, müssen aber deutlich mehr Radfahrende aufnehmen und zusätzlich noch die „neuen“ eScooter. Außerdem werden mit der Verbreitung von Pedelecs zunehmend unterschiedliche Geschwindigkeiten auf den Radverkehrsanlagen gefahren.

Insgesamt hat es Wolfenbüttel nicht geschafft, dem bundesweiten positiven Trend zur Nutzung des Fahrrades als klimafreundliches Verkehrsmittel ein entsprechendes infrastrukturelles Angebot zu machen.

Die für 2021 geplanten Maßnahmen (Lückenschluss Schweigerstraße, Erneuerung Schäferbrücke und Errichtung der Fahrrad-Dauerabstellanlage am Bahnhof) sind zwar wichtig und richtig, werden aber nicht dazu führen, dass Radfahrende insgesamt eine Verbesserung der Radverkehrsstruktur wahrnehmen. Dazu wäre eine Forcierung des Radverkehrs beispielweise durch ein Netz aus Fahrradstraßen, welches ein sicheres und komfortables Vorankommen mit dem Fahrrad ermöglicht, notwendig. Aber auch die zu schmalen oder schlechten Radwege am Neuen Weg, der Aderheimer oder der Frankfurter Straße müssen mal angegangen werden. Hinzu kommen noch die als bedrohlich wahrgenommenen Situationen z.B. an der Hauptstraße in Groß Stöckheim oder die Schutzstreifen auf der Salzdahlumer Straße und im Kalten Tal. Beide Bereiche (Radwege/Schutzstreifen) sind von hoher Dringlichkeit, denn über diese Verbindungen werden wichtige Ziele (Versorgung, Bildungs- und Freizeitstätten) erreicht. In vielen Bereichen der Stadt ist eine Neuverteilung der Verkehrsräume notwendig, die eine Mobilitätswende - hin zu umweltfreundlichen Verkehrsträgern - begünstigt.

In der 2020er Klimatest-Befragung wurde aus aktuellem Anlass auch gefragt, wie die Kommunen durch die Coronazeit gekommen sind. Man sieht klar, dass Wolfenbüttel die Chancen nicht genutzt hat und nicht auf den gestiegenen Radverkehr reagiert hat.

Der ADFC Wolfenbüttel hatte beispielsweise schon im Sommer 2020 darauf hingewiesen, dass im Umfeld von Schulen mehr Sicherheitsbereiche geschaffen werden sollten, damit fahrradfahrende Schüler*innen weniger durch Elterntaxis gefährdet werden. Ähnliche Vorschläge kamen später auch von der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen, in der die Stadt Wolfenbüttel Mitglied ist. Leider sind weder deren noch die Vorschläge des ADFC aufgegriffen worden.

Einen Überblick über die Ergebnisse des Klimatests in allen deutschen Kommunen finden sie hier.

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