TOUR 7

DIE „INDUSTRIETOUR" - EIN AUSFLUG NACH SALZGITTER

Tour 7

Salzgitter gilt für viele als reiner Industriestandort. Für Wolfenbüttel ist die Nachbarschaft durchaus mit Problemen verbunden. Insbesondere die Schadstoffe aus den Schornsteinen der Stahlwerke stellen - vor allem für den westlichen Teil Wolfenbüttels - eine nicht unerhebliche Belastung dar. Während der Schadstoffausstoß der meisten Firmen teils wegen struktureller oder kon­junktureller Probleme, teils wegen verschärfter Umweltgesetze eher abnimmt, könnte mit der möglichen Inbetriebnahme des Schacht Konrads als zentrales Atommüllendlager für Deutschland (und möglicherweise Europa) eine ganz neue zusätzliche Belastung auf die Region zukommen.

Auf der Tour sollen jedoch nicht nur die Industriestandorte angefahren und kurz vorgestellt werden, sondern auch einige weniger bekannte land­schaftlich reizvolle Gebiete durchfahren werden.

Länge der Tour: ca. 55 km
empfohlene Karten: Radwanderkarte 1:75000: RC 3926 Braunschweig

Die Tour beginnt am Bahnhof Wolfenbüttel. Nach Überqueren der Gleise fah­ren wir geradeaus Im Kalten Tale hoch, biegen An der Weißen Schanze rechts ein und fahren über die Hermann-Stehr-Str. und die Ravensberger Str. zur Adersheimer Str., wo wir links einbiegen und dann gleich rechts in die Grauhofstr. fahren. Am Ende links auf die Frankfurter Str., von der wir am Ortsausgang an der Biegung links in einen Weg fahren, von dem nach ca. 200m auf der rechten Seite ein schmaler Pfad (ehemalige Bahntrasse) in Rich­tung Fümmelse führt, wo er an der Autobahnbrücke auf die Straße trifft.

Durch Fümmelse hindurch führt die Straße bis zur B 248, wo wir links bis SZ-Drütte fahren; dort rechts in die Drütter Str. einbiegen und nach 50m wieder rechts in einen Feldweg. In einer Linkskurve geht es an 2 Teichen vorbei und hinter einer Schranke auf einen asphaltierten Weg, der rechts auf das Beddin­ger Holz zuführt. An der Straße auf dem Radweg ca. 800m rechts fahren (fast bis zum Ende des Waldes) und dann links in einen Radwanderweg einbiegen. Nach etwa 600m links abbiegen. An der Einmündung auf die Straße diese überqueren und zunächst nach rechts fahren, um dann nach links in Rich­tung VW-Werk abzubiegen (dabei den linken Radweg benutzen).

An dem rie­sigen Parkplatz wird deutlich, dass VW ein sehr wichtiger Arbeitgeber für unsere Region ist. Allerdings muss damit gerechnet werden, dass im Rahmen der Ra­tionalisierungsmaßnahmen auch in diesem Werk, wo die Motoren produziert werden, weitere Arbeitsplätze abgebaut werden: nachdem von 1990 bis 1994 die Zahl der Beschäftigten bereits von 9400 auf 7800 sank, ist bis 1997 ein weiterer Abbau auf 7000 Arbeitsplätze geplant.

Nach Passieren des VW-Werks über den Kanal bis Bleckenstedt. Hier gleich nach dem Autostraßenschild links herunterfahren, unter der Brücke hindurch und links zum Schacht Konrad.

Die Schachtanlage Konrad wurde von 1965 bis 1976 für den Abbau von Eisenerz genutzt. Schon kurz nach der Schließung der Anlage wurde sie für eine mögliche Nutzung als Atommüllendlager ins Ge­spräch gebracht. 1982 wurde das Planfeststellungsverfahren eingeleitet. Fast 400.000 Einwendungen wurden 1991 bundesweit gegen Schacht Konrad er­hoben. Trotz begründeter Argumente gegen die Atommülleinlagerung soll nach dem Willen der Bundesregierung - notfalls durch eine Weisung des Bun­desumweltministers - Schacht Konrad genehmigt werden.

Am Schacht führt der Weg vorbei bis zu einer Straße, auf der die Autobahn un­terquert und von der gleich anschließend wieder nach links auf einen asphal­tierten Wirtschaftsweg abgebogen wird; nach ca. 400m rechts auf dem Feld­weg durch eine Landschaft von Hochspannungsmasten bis auf eine Straße, die links nach SZ-Engelnstedt führt. Die Ampelkreuzung überqueren, an der Kurve der Vorfahrtsstraße folgen, dann links in die Vallstedter Str.; an der Bie­gung auf dem Fuß- und Radweg geradeaus, zunächst rechts abbiegen, dann nach links in die Sackgasse; an deren Ende links abbiegen auf die Straße, die an einigen Industriebetrieben vorbei nach SZ-Lebenstedt führt. Die Kreuzung an der es links nach SZ-Hallendorf geht überqueren und nach etwa 150m vor dem Parkplatz links auf einen Fuß- und Radweg einbiegen. Dieser verläuft nach einem leicht aufwärts führenden Rechtsbogen entlang der Bahnlinie und kreuzt diese einmal. Am Ende rechts abbiegen und nach der 1. Brücke links auf den Radweg fahren, der an den Stahlwerken vorbei bis SZ-Watenstedt führt.

Für die Stahlwerke gilt hinsichtlich der Arbeitsplätze dasselbe wie für VW: nach dem Rückgang der Beschäftigtenzahl von 9200 im Jahre 1990 auf 8400 in 1994 ist in ca. 2 Jahren mit einer Zahl unter 8000 zu rechnen; auch die Anzahl der Auszubildenden von jetzt 285 wird voraussichtlich drastisch sinken.

Von der Watenstedter Str. nach rechts in die Straße Am Neuen Friedhof ein­biegen; geradeaus weiterfahren, zweimal Gleise überqueren und dem Feldweg folgen, der nach einer Linkskurve in einen asphaltierten Weg übergeht, wel­cher nach SZ-Heerte führt. An der Straße rechts und der Zingelstr. folgen, die am Ende in die Gießereistr. übergeht und nach SZ-Gebhardshagen führt.

Falls damit zu rechnen ist, dass unbefestigte Wege verschlammt sind, sollte auf der Straße bis Gebhardshagen weitergefahren werden und an der Kreuzung gleich links in Richtung SZ-Lobmachtersen; ansonsten wird nach dem Orts­ausgang von SZ-Heerte nach ca. 900m links eingebogen, wo auch rechts ein Feldweg abgeht. Dabei muss das Fahrrad einige Meter einen Pfad hinauf geschoben werden. Oben angekommen befinden wir uns im Naturschutzgebiet Klärteich IlI, der nach Abholzung eines Laubwaldes künstlich angelegt wurde und heute mit einer Wasserfläche von 120 - 160 ha zahlreichen Vogelarten Lebensraum bietet: insbesondere zur Zeit der Vogelzüge lassen sich hier manche Vogelarten beobachten, die auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tiere ste­hen.

Der See kann rechts oder links umfahren werden; wir empfehlen, ihn linkshe­rum halb zu umrunden. Am Ende führt der Weg durch einen Wald hindurch auf einen Weg, der nach rechts hin an einem Beobachtungsturm endet; hier sind auf Schautafeln weitere Informationen zu dem Naturschutzgebiet zu fin­den. Anschließend geradeaus zurück bis zur Straße. Auf dieser nach links hal­ten; nach Durchqueren eines offenen Feldes am Beginn des nächsten Wald­stücks links in den Feldweg einbiegen, an der Gabelung rechts, am Sportplatz links und dem asphaltierten Weg - entweder durch das Feld oder an der Bahn­linie entlang - bis SZ-Barum folgen. Auf dem Trapweg bis zur Werkstr., hier rechts und anschließend links in die Harzstr., die am Ende auf die B 248 führt, der nach Überqueren einer Ampelkreuzung bis SZ-Immendorf gefolgt wird.

In Immendorf rechts in die Immendorfer Str., die Bahngleise überqueren und bis Adersheim auf dem Feldweg fahren; die Straße queren und in die Wes­terntorstr. hinein; Am Klinkerberg rechts hoch, dem Meikeweg folgen und Richtung Autobahn auf dem Feldweg weiterfahren, dabei dem asphaltierten Weg erst rechts, dann links folgen und unter der Autobahn hindurch. Am Ende, wo der Weg rechts auf den Oderwald zuführt, links einem kleinen Pfad am Feld entlang bis zum Fümmelser Holz folgen. Im Wald gleich halb­rechts halten, dieser Pfad führt auf einen größeren Weg, dem geradeaus ge­folgt wird; kurz vor Erreichen der Straße rechts und den Wald an der Ernst-Moritz-Arndt-Str. verlassen; dieser bis zum Ende folgen, rechts in die Straße Am Hopfengarten einbiegen, Im Kalten Tale links und zurück zum Bahnhof.

... zur Startseite Zum Seitenanfang Stand: 25.09.04 JHM